Hockey Nachrichten

Jugend trainiert für Olympia und Paralympics

Bericht der Mädchen vom Cotta-Gymnasiums Brand-Erbisdorf

 

05.11.2019 - Die Hockey-Mädchen des Brander Cotta-Gymnasiums sind beim 50. Bundesfinale in Berlin dabei gewesen. Dort schlugen sie sich erneut achtbar.

Am Wochenende hatte Lara-Sophie von Wolfersdorf und die meisten ihrer Teamkolleginnen schon wieder der Alltag eingeholt. Zum Abschluss der Mitteldeutschen Hockey-Meisterschaft der Jugend B waren die Nachwuchsspielerinnen mit dem Freiberger HTC in Dresden gefordert, wo sie dem ESV Dresden im Platzierungsspiel knapp mit 1:2 unterlagen und die Meisterschaft als Sechste unter acht Teams beenden. Zuvor hatten die jungen Hockeydamen, die alle das Brand-Erbisdorfer Cotta-Gymnasium besuchen, noch in der deutschen Hauptstadt auf dem Platz gestanden: Wie im Vorjahr hatten sich die Gymnasiastinnen im Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" für das große Bundesfinale in Berlin qualifiziert und dort im Duell mit den Teams aus den anderen Bundesländern Platz 13 in der Wettkampfklasse III (AK 12 bis 15 Jahre) für Sachsen geholt.

"Das war auch unser großes Ziel gewesen", sagt Lara-Sophie von Wolfersdorf, die im Schulteam sowie im Verein die Kapitänsbinde trägt. In der Vorrunde waren die Cotta-Mädchen, die sich in Sachsen vor der Oberschule aus der Hockey-Hochburg Meerane und Niesky durchgesetzt hatten, jedoch chancenlos. Gegen die Konkurrenz aus Hamburg, Mülheim und München standen 0 Punkte und 0:20 Tore zu Buche. Zum Teil seien komplette Sportschulteams aufgelaufen, erklärt Sportlehrerin Grit von Wolfersdorf. Pech habe die Truppe jedoch im Platzierungsspiel gehabt: Gegen die Mädchen aus Sachsen-Anhalt, vertreten durch den neuen Mitteldeutschen Meister aus Köthen, vergaben die Sächsinnen viele Chancen und mussten sich in letzter Minute 0:1 geschlagen geben.

"Das war echt ärgerlich", sagt Lara-Sophie von Wolfersdorf. Dennoch überwiegen natürlich die positiven Eindrücke. "Das war ein Riesenerlebnis", so die 15-Jährige, die mit ihren Teamkolleginnen unter anderem den Bundestag besuchte. Zudem wurde die 50. Auflage dieses Bundeswettbewerbs im Berliner Olympiastadion eröffnet, insgesamt waren mehr als 12.500 junge Sportler und Betreuer in der Hauptstadt dabei. Auch Bundespräsident Steinmeier sprach zu den Aktiven. Direkt nach der feierlichen Eröffnung wurde es für die acht Cotta-Mädchen, die mit Anna Weichelt auch eine erfolgreiche Leichtathletin in ihren Reihen hatten, in der Vorrunde gegen Hamburg (0:6), Mülheim (0:7) und München-Nord (0:7) ernst. Am Dienstag stand die Zwischenrunde auf dem Plan. Dort feierte das Team des Cottagymnasiums nach dem bitteren 0:1 gegen Köthen ein 9:0 gegen Neunkirchen-Wiebelskirchen, das am Ende das Spiel um Platz 13 bescherte. Gegen das Humboldt-Gymnasium Weimar gab es beim 3:1 den zweiten Sieg des Turniers.

"Das ist auf jeden Fall ein versöhnlicher Abschluss gewesen", sagt Grit von Wolfersdorf. Zur Siegerehrung und bei der großen Abschlussveranstaltung konnten alle trotz der verpassten Chance auf einen Platz weiter vorn wieder strahlen. "Wir sind stolz, dass wir es erneut unter die besten Hockeyteams dieser Altersklasse geschafft haben", sagt die 53-jährige Schulsportkoordinatorin. Das Brand-Erbisdorfer Cotta-Gymnasium ist in den vergangenen Jahren auch in den Sportarten Tischtennis, Tennis und Handball in Berlin am Start gewesen.

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12. November 2019
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